Wohnen

In Bern herrscht Wohnungsnot. Der Leerwohnungsbestand ist tief, baureifes Land knapp. Zudem wächst der Bedarf an Wohnraum, wohnen doch mittlerweile über 140’000 Personen in Bern (2007 noch 127’000). Als Folge steigen die Mieten, Neubauten sind häufig teuer. Darunter leiden vor allem Familien mit Kindern sowie Rentnerinnen und Rentner. Es fehlt preisgünstiger Wohnraum.

Zwar läuft der Wohnungsbau auf Hochtouren. In den letzten Jahren wurden weit über 1000 neue Wohnung gebaut und ebenso viele sind projektiert. Doch die öffentliche Hand muss noch mehr tun zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Dazu gehören die Förderung von gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften und mehr Investitionen in die Stadtplanung und in die Stadtentwicklung. Neue Bauzonen sind zu planen und zu erschliessen. Dabei gilt es gleichzeitig, Rücksicht auf die bestehenden Quartiere zu nehmen und die vorhandene hohe Lebensqualität zu schützen.

Genau dies sieht die „Wohn-Initiative“ vor, welche die Stimmbevölkerung im Mai 2014 haushoch angenommen hat: Mit deren Umsetzung soll gezielt der Bau von preisgünstigen Wohnungen gefördert werden, insbesondere für Familien, für die Bern heute wieder attraktiv ist. Auch Neubau-Stadteile wie das geplante Vierfeld sind ein wichtiger Beitrag und sollen sozial und ökologisch vorbildlich werden.