Stadtrat lässt Umgestaltung von Bären- und Waisenhausplatz planen

Gestern stimmte der Stadtrat dem Kredit für die Planung der Umgestaltung von Bären- und Waisenhausplatz. „Plätze sind wichtige Visitenkarten der Stadt und tragen zu Belebung und Begegnung bei“, argumentierte ich in der Debatte. Um die Attraktivität der beiden Plätze zu steigern und damit die vor über 25 Jahren angenommene Volksinitiative endlich umzusetzen, stimmte ich dem Planungskredit überzeugt zu. Geprüft werden sollen auch Lösungen mit mobilen Sitzgelegenheiten, wie sie etwa auf dem Zürcher Sechseläutenplatz eingesetzt werden. Voraussichtlich 2018 wird es zur Vorlage eine Abstimmung geben. BZ Online berichtete:

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Auch der Gemeinderat ist gegen tote Schaufenster

Die im Januar eingereichte Motion gegen tote Schaufenster in der Altstadt findet auch im Gemeinderat Zustimmung. In seiner publizierten Antwort (Link lädt pdf herunter) hält er fest, dass er das Anliegen teilt und bereit ist, eine Anpassung der Bauordnung auszuarbeiten, die dafür sorgt, dass es zu keiner zusätzlichen Anonymisierung der Ladenflächen im Unesco-Weltkulturerbe untere Altstadt kommt.
Der Gemeinderat zeigt ebenfalls auf, dass diese Idee keineswegs radikal oder neuartig ist: Bis 2006 war ein entsprechender Passus in der Bauordnung vorhanden. Als diese gestrafft wurde, fiel auch der Teil über die Nutzung der Ladenflächen in der unteren Altstadt hinaus, jedoch ohne explizite Liberalisierungsabsicht. Nun wird die Stimmbevölkerung die Möglichkeit haben, eine solche Bestimmung wieder einzuführen.
Die BZ, Bund, Blick am Abend, 20 Minuten und Telebärn berichteten.
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RentnerInnen helfen RentnerInnen

Rentnerinnen und Rentner werden zwar als einheitliche Kategorie zusammengefasst, sie unterscheiden sich jedoch gewaltig untereinander: Während die einen hilfsbedürftig sind, sind andere noch rüstig und voller Tatendrang. Zeitvorsorge ist ein Modell, das genau dieser Tatsache gerecht wird: Nicht mehr so agile Rentnerinnen und Rentner erhalten Hilfe von denjenigen Rentnerinnen und Rentnern, die diese Hilfe noch bieten können und wollen. Werden die Helfenden dann ebenso hilfsbedürftig, können sie die zuvor geleistete Hilfe wieder in Anspruch nehmen.
In St. Gallen existiert ein solches Zeitvorsorgesystem und zahlreiche andere Städte planen eine Einführung. Mit meiner Fraktionskollegin Katharina Altas fordere ich, dass auch in Bern die Einführung eines Zeitvorsorgemodells geprüft wird. Der Gemeinderat teilt das Anliegen und beantragte dem Stadtrat, das Postulat erheblich zu erklären.
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Verdrängung von kleinen Betrieben in der Altstadt: Auch Café Belair muss weichen

Im Januar reichte ich zusammen mit der Fraktionskollegin Katharina Altas einen Vorstoss ein, in dem wir den Gemeinderat auffordern, Massnahmen zu ergreifen, damit das Unesco-Weltkulturerbe Berner Altstadt nicht vermehrt an Lebendigkeit verliert durch den Wechsel von Restaurants und Läden im Parterre zu Büro- und Bankräumlichkeiten mit „toten“ Schaufenstern. Nun kommt ein weiterer Fall dazu: Das Café Belair an der Christoffelgasse muss Bundesbüros weichen. Auf die Nachfrage eines Bund-Journalisten habe ich das mit der Motion angestossene Anliegen bekräftigt: Es ist Jammerschade, wenn durch die Verdrängung von Kleinbetrieben die Lebendigkeit verloren geht. Hier ist der entsprechende Bund-Artikel zu finden:

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Mehrgenerationenwohnen auch in Bern fördern

Mehrgenerationenwohnen ist ein vielversprechend: Das Zusammenleben mehrerer Generationen in einem Wohnmodell bringt ein soziales Netz, das auf freiwilliger Basis die Ressourcen des Einzelnen unterstützt und gegenseitige Hilfe bietet und fördert. Das Mehrgenerationenwohnen ermöglicht Menschen jeden Alters und in jeder sozialen und wirtschaftlichen Lage (Familien mit Kindern, Singles, Grosseltern,etc.) eine attraktive, zukunftsorientierte Wohnform (begleitetes/betreutes Wohnen, Wohngemeinschaften etc.).
Während in einigen Orten der Schweiz (Kalkbreite in Zürich, Giesserei in Winterthur, GenerationenWohnen Thunstrasse in Burgdorf) dazu Projekte gestartet wurden, sind diese in Bern noch eher spärlich, insbesondere zu preisgünstigen und zahlbaren Bedingungen. Mit der Förderung des Mehrgenerationenwohnens könnte Bern einen wichtigen Beitrag für individuelles und selbstbestimmtes Wohnen im Alter leisten sowie ermöglichen, dass sich Synergien zwischen Alt und Jung ideal entfalten können. Ich fordere deshalb in einer gemeinsamen Motion mit Katharina Altas und Rithy Cheng, dass geeignete Neubauten oder sogar Überbauungen so konzipiert werden sollen, dass optimale Voraussetzungen für generationenübergreifende Wohnformen entstehen.
Da in Bern auf einigen Baufeldern eine Bebauung bevorsteht, wurde die Motion mit der Klassierung „dringlich“ eingereicht. Denn das Anliegen, auch in Bern das Mehrgenerationenwohnen zu fördern, sollte unbedingt auch in diese bevorstehenden Planungen einfliessen.
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Keine weiteren „toten“ Schaufenster in der Berner Altstadt

Die Berner Altstadt ist ein Schmuckstück – sie wird von Einheimischen geschätzt und von Touristen bewundert. Ihre Einzigartigkeit ist seit 1983 sogar offiziell anerkannt, durch das Prädikat „Unesco Weltkulturerbe“. Dazu gehört auch, dass die Altstadt weiterhin ein lebendiger Ort ist und nicht zur Kulisse verkommt. Dieser Grundsatz ist auch in den entsprechenden UNESCO-Richtlinien festgehalten.
In letzter Zeit kommt es jedoch vermehrt dazu, dass die Altstadt zur kalten Fassade wird: Mehrere Finanzdienstleister eröffneten an bester Passantenlage ihre Pforten und führen mit ihren Filialen zu „toten“ Schaufenster.
Obwohl die Schützenswertigkeit der Altstadt in Bern unbestritten scheint, gibt es in Bern keine griffigen Regeln beispielsweise in der Bauordnung, welche diese ungünstige Entwicklung aufhalten würde. Ich fordere deshalb in einer Motion den Gemeinderat dazu auf, tätig zu werden um sicher zu stellen, dass die Altstadt auch in Zukunft sowohl ein Ort von städtebaulicher Bedeutung, als auch der kulturellen Vielfalt bleibt.
Die Berner Zeitung und Der Bund haben über den Vorstoss berichtet.
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„Sauberkeits-Rappen“ soll sauber geplant werden

Weil die Entsorgung von Abfall im öffentlichen Raum, zu einem grossen Teil verursacht von Take-Away-Gebinden die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler der Stadt Bern pro Jahr über 12 Millionen Franken kostet, braucht es zur Finanzierung dieser Entsorgung eine verursachergerechte Lösung. Da das Bundesgericht 2012 eine pauschale Littering-Gebühr nicht zuliess, arbeitet Bern zur Zeit am „Sauberkeits-Rappen“. Dieser ist so vorgesehen, dass er dort erhoben werden soll, wo Abfall entsteht.
Letzten Donnerstag entschied der Stadtrat, dass der für die Ausarbeitung des Systems nötige Kredit erhöht wird. Auch die SP stimmte zu, aus folgenden Gründen:
Als Pionierin kann Bern nicht auf die Erfahrung anderer Städte zurückgreifen. Da es sich um ein neues Konzept handelt, gilt es detaillierte Abklärungen vor der Einführung zu treffen, gerade auch damit der „Sauberkeits-Rappen“ rechtlich Bestand hat. Die Aufstockung des Kredits um 250’000 Franken ist ein beträchtlicher aber nötiger Betrag und ist eine Investition in eine fundierte Lösung.
Der Bund und die Berner Zeitung berichteten über den Entscheid.
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Erweiterte Grüngutabfuhr auf Kurs

Die vom Stadtrat 2013 beschlossene Grüngutabfuhr für Haushalts-Kompost steht für die Bernerinnen und Berner definitiv ab dem 1. Januar 2015 zur Verfügung. Mit dieser Entsorgungsart wird erneuerbare Energie in Form von Biogas hergestellt und wertvoller Dünger gewonnen. Verarbeitet wird der Berner Kompost in Galmiz. Die BZ berichtete (für BZ-Online Artikel auf Bild klicken):

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Wie man sich für die Grüngutabfuhr anmelden kann, ist hier zu erfahren.

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